Kreuzberg: Blockade und Bannerdrop-Action mit Kletteraktivisten gegen geplante Kotti-Wache: „Die Polizei mordet! Kein Raum der Polizei!“

Sonntag 02.10.2022, kurz nach 12 Uhr. Aktivist:innen melden sich via Twitter (@cops_abschaffen / Tor): „Wir nehmen heute das #Polizeiproblem selbst in die Hand und blockieren den Kotti. Keine wache am Kotti! In Gedanken an alle Menschen die durch die Polizei ums leben kamen.“

Mit der Aktion solle „auf die vielen Morde durch die Polizei“ aufmerksam gemacht werden. „Eine Wache am Kotti manifestiert die tödliche Gefahr, die durch die rassistische Waffenbande ausgeht. Keine Räume der Polizei!“

Zwei Kletteraktivisten hatten sich mit Kletterausrüstung vom Übergang über die Adalbertstraße am Neuen Kreuzberger Zentrum (“Zentrum Kreuzberg“ abgeseilt und sich zusammen mit einem Transparent befestigt und gesichert. Gleichzeitig blockierten Aktivist:innen die Adalbertstraße vor dem Übergang Richtung Kottbusser Tor und hinter dem Übergang Richtung Oranienstraße mittels Transparenten und Absperrband um die Kletteraktivisten abzusichern und um mit Parolen lautstark auf die Aktion aufmerksam zu machen. Zeitgleich wurden Flugblätter verteilt. Und viele Presse-Leute waren dann recht schnell anwesend.

Als die Kletteraktivisten gesichert waren entrollten sie das Transparent: „DIE POLIZEI MORDET! KEIN RAUM DER POLIZEI!“.

Spontan wurde dann zu einer Kundgebung am Kottbusser Tor / Neuen Kreuzberger Zentrum mobilisiert und mittels Lautsprecher-Box die Passant:innen und Anwohner:innen über die geplante Kotti-Bullenwache informiert.

Die Anwohnenden und Besucher:innen in den Cafés und auf der Straße verfolgten aufmerksam und mit viel Zuspruch und Diskussion die Aktion.

Gegen 12:15 Uhr kam einiges an Polizei an und versuchte einen Verantwortlichen zu finden, gegen 12:27 wurde eine Kundgebung angemeldet und es trafen zusätzliche Polizeikräfte ein, die die Adalbertstraße weitläufig am Kottbusser Tor und an der Oranienstraße Ecke Adalbertstraße absperrten.

Außerdem wurde ein Gesa-Fahrzeug der Bullen rangekarrt, um vor Ort Festnahmen und Anzeigen machen zu können.

Die Bullen vor Ort ließen keine Anmeldung auf der Straße zu, so dass die Aktivist:innen gegen 12:40 Uhr nach Anzeichen, dass die Bullen versuchen einen Kessel zu bilden, die Straße verlassen mussten, wo letztendlich dann die Kundgebung offiziell stattfinden durfte.

Kurz nach 13:00 Uhr wurde die Kletter-Aktion selbstständig beendet: „Berlin – 13:02 Uhr: Die zwei Aktivist*innen haben sich nun abgeseilt und sind nun wieder auf festem Boden. Daraufhin werden sie von der Polizei abgeführt. Von den Demonstrant*innen gibt es solidarischen Beifall.“ (Twitter, PM Cheung). (Anmerkung: Natürlich für die Anti-Bullenwache-Aktivist:innen!)

Berlin – 13.16 Uhr: „Alle Personen, die sich auf der Brücke des Zentrum Kreuzberg befanden und dem Klettersktivist*innen geholfen haben, werden von der Polizei herunter begleitet und abgeführt.“ Auch hier applaudierten die Menschen den Aktivist:innen für die Aktion.

Danach kam noch ein zweites bekannteres 2er-Pärchen der PMS Zivibullen an, und gafften blöd. Der Gefangenensammel-Wagen (Gesa-Wagen) wird jetzt von den Bullen abgeschirmt.

Die Kundgebung wurde selbstverständlich solange noch weitergeführt, bis alle Festgenommenen wohlbehalten wieder draußen waren.

@cops_abschaffen: „Alle Menschen aus der Aktion sind frei. Dafür wurde eine vorbeigehende Person festgenommen, die auf russisch „fuck“ gesagt hat! WTF??!! Das Zeigt mal wieder die Willkür und unnnöige gewalt der Cops!“ „Okay endlich ist die Person auch frei und wir halten Kontakt. Damit verlassen wir jetzt auch den kotti. Insgesamt erfolgreiche Aktion. Wir hoffen ihr seid inspiriert und startet auch Aktionen gegen das #Polizeiproblem!“

Fotoserie von PM Cheung: https://www.flickr.com/photos/pm_cheung/albums/72177720302554735

Video Freundeskreis Videoclips: https://www.youtube.com/watch?v=T_V6KDj5fLE

Keine Wache am Kotti!
Bullenschweine raus aus den Kiezen!
Abolish the police!

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passiert am 02.10.2022